Krankheiten

Der Weg zu meiner Diagnose – Teil 3

Ich habe immer gesagt, dass ich die Suche nach Heilung nicht aufgeben werde. Wenn ich der Meinung bin, dass mir ein weit entfernter Arzt helfen kann, dann werde ich auch immer die Reise auf mich nehmen. Am Montag hatte ich deshalb einen Termin im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm, in dem ein Spezialist auf dem Gebiet meiner Erkrankungen praktiziert. 550 km, Anreise, allein die Vorstellung war schon der Horror. Die Anreise Zusammen mit meiner bezaubernden Freundin haben wir uns bereits am Sonntag auf den Weg gemacht. Wir haben unsere Hündin Wilma bei unserem Hundetrainer gelassen, da sie als Welpe/Junghund immer noch recht stürmisch und eigensinnig sein kann. Wir wollten das keiner Person aus unserer Familie antun, zumal wir sie erst am Montagabend abholen könnten. Die ersten beiden Stunden konnte ich noch selber fahren, bis ich gemerkt habe, dass der brennende und stechende…

Jeder hat eine Idee

Wenn die Menschen in deinem Umfeld erfahren, dass du eine seltene Erkrankung hast oder einfach diffuse Schmerzen, hat auf einmal jeder irgendeine Idee. Darüber bin ich grundsätzlich erstmal dankbar. Aber ich bin der Meinung, dass die Behandlung in erster Linie von deinem Arzt festgelegt werden sollte. Der hat das nun mal gelernt und kann deine Symptome auch irgendwie zuordnen. Natürlich wird er sich durchtesten und verschiedene Dinge ausprobieren. Er wird dir auch nicht direkt Morphium verschreiben. Schließlich schießt man auch nicht mit Kanonen auf Spatzen (okay, manche machen das schon… Aber das liegt eher an den Kanonen, nicht an den Spatzen). Vertrauen haben Wenn ihr mit der Einstellung an die Sache geht, dass ihr es so oder so besser wisst als der Arzt, dann lasst es direkt bleiben. Vielleicht habt ihr im Internet jede Menge gelesen über eure Beschwerden und…

Hobbys: Tipps und Tricks

Wie ihr bereits in einem vergangenen Beitrag lesen konntet, musste ich meine bisherigen Hobbys (Fußball im Stadion, Sport wie z.B. Joggen oder längeres Spazierengehen, Handwerk) nahezu vollständig an den Nagel hängen. Das hält mich aber nicht davon ab, mir neue Hobbys zu suchen. Eine kleine Auswahl an Möglichkeiten habe ich in besagtem Beitrag erläutert. Heute möchte ich euch aber ein paar Tipps gehen, wie man so an neue (oder auch alt) Hobbys herangeht und was einen chronischen Schmerzpatienten helfen kann. Sich anfangs kleine Projekte suchen Wer sich ein handwerkliches Hobby gesucht hat, wird sich seine Arbeit vermutlich eh schon in Projekte einteilen. Fangt mit kleinen Dingen an, die in sehr kurzer Zeit beendet werden können. Ich habe zum Beispiel irgendwann angefangen, einen alten Stuhl neu zu lackieren. Sieht vielleicht nicht prickelnd aus, aber hat mich beschäftigt und von meinen Schmerzen…

Das Vertrauen in den Arzt

Als Schmerzpatient ist das Vertrauen in seinen Arzt – oder in meinem Fall in meine Ärzte – von großer Bedeutung. Wie ihr bereits in einem vorherigen Beitrag gelesen habt, habe ich mit den Ärzten schon so einiges erlebt und teilweise keine guten Erfahrungen gemacht. Ich war wegen der Chiari und der Syringomyelie bei vielen Ärzten und unterschiedlichen Krankenhäusern und Städten. Ich habe viele Gespräche geführt. Bei einigen Ärzten fühlte ich mich zunächst gut aufgehoben und behandelt. Als ich allerdings mehr über meine Erkrankung erfahren habe, hat sich dieses Bild komplett geändert. Natürlich darf ein Arzt mal komplett daneben liegen, aber er darf niemals eine Krankheit als “harmlos” abtun, wenn sie so umfassend und (auf lange Sicht) gefährlich sein kann, wie eine Syringomyelie. Welche Rolle spielt der Ruf eines Arztes oder Krankenhauses?Jeder, der diesen Blog liest, würde sicherlich nach seinen Ärzten googlen und…

TENS – Strom für die Nerven und Muskeln

Im Zusammenhang mit der Behandlung meiner Schmerzen in Rücken und Beinen wurde mir von meinem Neurochirurgen ein sogenanntes TENS-Gerät (transcutaneous electrical nerve stimulation) verschrieben. Dieses Gerät wird zur sogenannten Reizstromtherapie eingesetzt. Wirkungsweise Über 2 Elektroden (oder mehr, wenn mehrere Bereiche stimuliert werden sollen) wird direkt auf der Haut ein Wechselstrom mit sehr niedriger oder auch hoher Frequenz (2-4 Hz oder 80-150 Hz je nach Anwendungsprogramm) erzeugt. Für den Patienten ist das dann als Kribbeln zu spüren. Je nach Position der Elektroden, Stromstärke und Frequenz können auch die Muskeln zucken. Durch den Strom soll dann der im Gewebe liegende Nerv stimuliert werden, wodurch Signale an das Rückenmark gesendet werden. Hohe Frequenzen sollen nach dieser Theorie die Schmerzweiterleitung ins Gehirn und damit die Schmerzwahrnehmung unterbinden. Niedrige Frequenzen sollen den gleichen Effekt haben, dies aber durch eine verringerte Schmerzwahrnehmung erreichen. Wo bekomme ich…

Medikamente und Kontrollverlust

Bei Schmerzen nehmen wir oft Medikamente ohne auf die Nebenwirkungen zu achten. Man nimmt sie ja nicht lange. Chronische Schmerzen zeichnen sich nicht nur dadurch aus, dass man eben Schmerzen hat. Vielmehr ist man auch dazu gezwungen, die Schmerzen auf irgendeine Art und Weise zu kontrollieren. Manchmal klappt das schon mit einfacher Ablenkung. Oft muss aber eben ein Schmerzmittel her.Wovon reden wir hier überhaupt?Ich rede hier allerdings nicht von Schmerzmitteln wie Novalgin, welche direkt nach der Operation – meist als Tropf – verabreicht werden. Während meiner Kreuzbandrisse habe ich die Schmerzen oft durch hohe Dosen von Ibuprofen und Paracetamol unterdrückt. Das Tückische bei dieser Art von Schmerzmittel ist die Tatsache, dass sie nach wenigen Wochen an Wirkung verlieren. Zudem werden Leber und Nieren belastet und bei längerer Anwendung beschädigt. Da meine Kreuzbandrisse in zeitlich kurzen Abständen von ca. einem Jahr…

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