Krankheiten

Nebenwirkungen

Menschen, die meine Krankheit und dessen Verlauf nicht kennen, sind immer wieder verwundert, dass es wohl nichts gibt, was gegen die Schmerzen hilft. Ich muss das ein Stück weit korrigieren und möchte hier erklären, was genau ich meine, wenn nichts hilft. Natürlich gibt es Schmerzmittel, die eine so große Wirkung auf meinen Körper haben, dass ich die Schmerzen nicht mehr spüre. Ein gutes Beispiel hierfür ist Dipidolor, welches ich nach Operationen eigentlich immer in irgendeiner Form bekommen habe. Dieses starke Opioid schafft es, dass ich die Schmerzen kaum noch spüre. Allerdings haben insbesondere Opioide – die oberste “Schublade”, wenn es um Schmerzmittel geht – massive Nebenwirkungen. Mit Dipidolor z.B. merke ich leider neben den Schmerzen auch sonst nicht mehr viel. Ich kann mich kaum an Gespräche erinnern und habe gegenüber anderen die Wirkung, als würde ich einfach nur “High” sein.AbhängigkeitUnd genau…

Schmerzen

Ich habe bisher immer davon geschrieben, DASS ich Schmerzen habe, aber nie, WIE sich diese Schmerzen anfühlen. Jeder hat irgendwo eine Vorstellung davon, wie es mir in gewissen Situationen gehen könnte. Mal sieht man es an der Art und Weise, wie ich mich bewege, manchmal an meinem Gesichtsausdruck oder einfach, wenn ich es (ausnahmsweise) mal sage. Heute möchte ich darüber schreiben, wie sich meine Schmerzen im Detail anfühlen. Ich möchte erzählen, wie ich mich eigentlich fühle, wenn ich mal wieder rumblödel.Der DauerschmerzSobald ich aufstehe, habe ich einen Dauerschmerz in meinen Beinen. Dieser Schmerz ist dumpf, von Lendenwirbel bis in die Waden. Ein dumpfes Ziehen, was ich oft einigermaßen ausblenden kann. Zwar ist der Schmerz da, aber ich habe gelernt, damit zu leben. Man gewöhnt sich eben auch an Schmerzen, auch wenn Sie die Leistungsfähigkeit weiterhin stark einschränken. Ich kann diesen…

Kontrolltermin Chiari und Syrinx

Es war endlich soweit – ein Kontrolltermin im UKM! Nach mittlerweile über 1,5 Jahren andauernder Krankheit habe ich mir von diesem Termin aber eigentlich nicht wirklich etwas erhofft. Es gab nur 3 Möglichkeiten: Die Syrinx wird kleiner, sie wird größer oder die Murmel bleibt so groß wie sie ist. Aber der Reihe nach.Die Fahrt Münster ist eine richtige Kack-Stadt. Eine Baustelle nach der anderen und Radfahrer die meinen, dass sie auch blind fahren dürfen und immer im Recht sind. Ich war eigentlich nach der Hinfahrt schon platt und da hatte ich noch nichtmal eine Untersuchung. Die wurden übrigens auf 2 Wochen verteilt – erst das MRT, dann die “körperliche” Untersuchung mit der Neurochirurgin. Zutritt nur mit BerechtigungsscheinVor dem Eingang bildete sich schon eine große Schlange. Interessanterweise erst NACH dem Sicherheitsdienst. Dort waren 2 Personen dafür verantwortlich, um die Besucher herein zu lassen…

Chiari und die Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind eines von vielen Symptomen einer Chiari. Wenn man sich jedoch mit der Krankheit beschäftigt, findet man nicht immer genaue Angaben darüber, wie diese Kopfschmerzen aussehen können. Natürlich können Kopfschmerzen auch ganz andere Ursachen haben und müssen nicht immer auf die Chiari zurückzuführen sein (z.B. Migräne oder wenn man mal einen über den Durst getrunken hat ). Ich möchte also hier einfach einmal beschreiben, wie sich die Kopfschmerzen bei mir verhalten.Stechender Schmerz im HinterhauptDer für eine Chiari typische Kopfschmerz besteht in einem Stechen am Hinterkopf. Durch die Dekompression (Laminektomie) konnte dieser Schmerz bei mir komplett “geheilt” werden. Glücklicherweise habe ich aber auch nicht schon über Jahre diese Schmerzen gehabt, sondern nur “immer mal wieder”. Einige Patienten berichten von Schmerzen, die einem sogar schwarz vor Augen werden lassen. Bei diesen Kopfschmerzen hilft auch nur eine Dekompression des Kleinhirns.Spannung im Nacken/am…

Man sieht es nicht

Wenn ein Mensch lächelt, muss es ihm doch eigentlich gut gehen. Schließlich weinen wir, wenn es uns schlecht geht, wir stöhnen, wenn wir Schmerzen haben. Oder wir verkriechen uns einfach mal im Bett, wenn der Tag alles andere als gut war. Chronisch Kranke Menschen tun das nicht. Für uns ist Schmerz Alltag. Natürlich könnten wir uns verkriechen und nur noch vor uns hin stöhnen. Aber im Ernst: Was für ein Leben soll das denn dann sein? Also versuchen wir mit unserem Schmerz zu leben. Wir versuchen ihn zu ignorieren, ihn nicht die Oberhand gewinnen zu lassen. Lachen Nur weil ich Lache heißt es nicht gleich, dass ich keine Schmerzen habe. Aber in diesem Augenblick steht für mich die Freunde im Vordergrund. Ich will dann nicht den Schmerz zeigen. Außerdem will ich meinem Umfeld zeigen, dass alles gut ist. So gut es…

Die Knie-Operation

Meine ambulante Knie-Operation war am 19.01.2021. Ich hab soweit alles gut überstanden und hatte auch keine Probleme mit der Narkose. Trotzdem sind einige Dinge passiert, die meiner Erfahrung nach nicht als “normal” gelten dürfen.Die Vorbereitung auf die OPMeine Freundin hat mich zu 12:30 zum Krankenhaus gebracht. Natürlich durfte sie wegen der Corona-Situation nicht mit rein. Ich selbst wurde bereits einen Tag vorher auf das Virus getestet. Ich meldete mich auf der Station bei der zuständigen Schwester. Die war sehr nett, ich kannte sie auch schon v on meinen vorherigen Operationen (Sie mich aber natürlich nicht mehr). Sie erfasste nochmal meine Daten (insbesondere die meiner Abholperson) und zeigte mir dann mein Bett. Mir war vorher schon klar, dass es ein Dreibettzimmer ist, wie eben bei den vorherigen Operationen auch. Neu war allerdings, dass das Zimmer noch kleiner als bisher war, sodass…

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