Der Sprinter hat TÜV!

Meine letzte gute Phase hielt vergleichsweise lange an und ich konnte so einiges am Sprinter erledigen. Ich habe nicht nur die Türen fertig geschweißt/geklebt, lackiert, und wieder mit den Scheiben versehen, sondern konnte auch noch eine Rückfahrkamera samt neuem Autoradio verlegen. Die unterschiedlichen Sitzbezüge habe ich noch mit günsitgen Überzügen kaschiert und konnte dann zum TÜV, damit ich das Auto auch im Straßenverkehr völlig legal wieder nutzen kann.

Die Hecktüren

Die Hecktüren waren für mich das größte Teilprojekt, da die schon echt ziemlich hinüber waren. Ich musste nicht nur eben den Türgriff und die Fenster ausbauen und dann neu lackieren, sondern völlig neue Bleche einschweißen. Links nur im unteren Bereich, rechts aber bis zum Fenster. Der Rost war da einfach schon zu massiv vorhanden. Und ich muss gestehen: Ein Karosseriebauer oder Lackierer werde ich in meinem Leben nicht mehr. Ich hab mehr Lacknasen reingesprüht als ich zählen kann. Die lassen sich zwar mit einem Lackhobel wieder 

entfernen, dafür muss aber erst alles so richtig trocken sein. Und das kann schonmal ein paar Wochen dauern, wenn man keine Trockenkabine hat.

Nachdem ich dann auch noch feststellen musste, dass das Türschloss an einer Stelle gebrochen war, musste ich das noch komplett ersetzen. Grundsätzlich nicht schwer – wenn die Türen offen sind. Mit einem gebrochenen Hebel, der eben für diese Öffnung zuständig war, lassen sich die Türen aber nicht mehr ohne weiteres öffnen. Ich habe bestimmt 2 Stunden an 2 Tagen damit verbracht, die Scheiße wieder auf zu bekommen. Durch das gleichzeitige Hebeln und ziehen an den Seilzügen ist es mir dann irgendwann gelungen. 

Türen einstellen

Die neuen Türbleche haben die Spaltmaße insgesamt ziemlich verändert. Auch der Versuch, die Tür mit dme defekten Schloß zu öffnen, war da sicherlich nicht hilfreich. Nachdem die Scheiben wieder eingesetzt und getrocknet waren, habe ich also auch beide Türen nochmal eingestellt. Dafür mussten die Schaniere in einer bestimmten Reihenfolge erst gelockert und dann wieder festgezogen werden. Dafür habe ich mir vorher aber auch ein paar Videos bei Youtube angesehen, damit das nicht so ewig dauert. Nach ungefähr einer halben Stunde war das dann auch erledigt. 

Autoradio und Rückfahrkamera

Mir war schon bei Kauf des Sprinters klar, dass ich für die Sicht nach Hinten irgendetwas machen muss, ob es nun ein PDC-System ist oder eine Rückfahrkamera. Die meisten Sprinter haben die dritte Bremsleuchte über den Türen durch ein Kombi-Produkt mit Kamera ersetzt. Das kostet aber schonmal Minimum 100 Euro und hat dann nichtmal eine TÜV-Zulassung. Scheiße aussehen tun die Dinger dann auch noch. Ich habe mir deshalb eine einfache kleine Kamera für 17 Euro besorgt, welche ich dann in das Emblem zwischen den Türen eingearbeitet habe. Unauffällig, günstig und in der passenden Höhe. Die Kabel musste ich dann durch den Innenraum verlegen, was durch die fehlende Verkleidung relativ einfach war. Lediglich im vorderen Bereich, wo die Deckenpappe noch dran ist und der Übergang zum Armaturenbrett kommt, musste ich mit einer Spirale etwas tricksen. Da kam es mir dann aber doch zu Gute, dass ich das in meiner Ausbildung zum Elektroniker früher doch das ein oder andere Mal gemacht habe  😉 Die nur 5 Meter langen Kabel mussten dazu auch noch verlängert werden, da der Sprinter doch mit fast 7 Metern ziemlich lang ist. 

Als Autoradio kam dann ein China-Navi von Ebay zum Einsatz. Wichtig war mir da nur, dass ich MirrorLink als Funktion hatte, damit ich mein Handy einfach spiegeln kann. Ich brauche keine spezielle Navi-Software für Wohnmobile/LKW oder sonst irgendwelche tollen Funktionen. Da es aber ein Android-System ist, kann ich trotzdem das GoogleMaps darauf benutzen. 

Aufregung vor dem TÜV

Ich habe mir über den TÜV-Termin doch den ein oder anderen Gedanken gemacht, weil ich unsicher war, ob das Auto nicht noch irgendwelche Probleme an den Achsen oder Traggelenken hat, die ich vorher nicht gesehen hab. Der Sprinter war in der Anschaffung aufgrund der Karosserie entsprechend günstig, aber Schäden an den genannten Stellen oder am Motor hätten das Projekt zu einem Fass ohne Boden werden lassen können. Aber ich hatte wohl Glück und der Prüfer hat nichts weiter bemängelt. Der Sprinter hat dann noch einen frischen Ölwechsel bekommen und neue Reifen. Und weil wir jetzt damit auch völlig legal fahren dürfen, haben wir uns vergangenen Freitag auf unsere erste Tour gewagt – In den Baumarkt im Nachbarort 😂

Fazit

Von Außen bin ich fürs erste fertig. Wenn die Sonne mir in den kommenden Tagen noch etwas beim Trocknen des Lacks hilft, kann ich mit dem Hobel die Läufer und Nasen noch entfernen. Dann kann es passieren, dass einige Stellen noch nachlackiert werden müssen. Anschließend wird alles poliert und dann reicht mir das fürs Erste. Es ist sicherlich nicht so geworden, wie es in einer Fachwerkstatt geworden wäre. Ich habe so etwas aber vorher auch noch nie gemacht. Die Erkenntnis, dass ich kein Lackierer werden sollte, sehe ich an jeder Stelle, die ich bearbeitet habe. Aber das ist okay. Irgendwann lasse ich die vielleicht noch mal fachmännisch nachbessern. Aber ich glaube, dass ich trotzdem Stolz darauf sein kann, dass ich trrotz meiner Erkrankung und den kleinen Zeitfenstern so weit gekommen bin. 

So geht es weiter

Wenn die schlechte Phase vorbei ist, werde ich mich an den Innenausbau heranwagen. Wie ihr an dem Bild ganz oben schon sehen könnt, ist das Bettgestell bereits fertig. Auch die Wände der Nasszelle und die Abtrennung zur Küchenzeile stehen. Als nächstes baue ich deswegen die Dusche, Toilette und Wasserversorgung parallel zur Verkleidung der Wände und den Küchenschränken ein. Um die Dinge nicht mehrfach anfassen zu müssen, muss ich mir genau überlegen, was wann eingebaut werden muss. Aber so bleibt wenigstens der Kopf auch noch ein bisschen fit 😉

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