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Schmerzen

Ich habe bisher immer davon geschrieben, DASS ich Schmerzen habe, aber nie, WIE sich diese Schmerzen anfühlen. Jeder hat irgendwo eine Vorstellung davon, wie es mir in gewissen Situationen gehen könnte. Mal sieht man es an der Art und Weise, wie ich mich bewege, manchmal an meinem Gesichtsausdruck oder einfach, wenn ich es (ausnahmsweise) mal sage. Heute möchte ich darüber schreiben, wie sich meine Schmerzen im Detail anfühlen. Ich möchte erzählen, wie ich mich eigentlich fühle, wenn ich mal wieder rumblödel.Der DauerschmerzSobald ich aufstehe, habe ich einen Dauerschmerz in meinen Beinen. Dieser Schmerz ist dumpf, von Lendenwirbel bis in die Waden. Ein dumpfes Ziehen, was ich oft einigermaßen ausblenden kann. Zwar ist der Schmerz da, aber ich habe gelernt, damit zu leben. Man gewöhnt sich eben auch an Schmerzen, auch wenn Sie die Leistungsfähigkeit weiterhin stark einschränken. Ich kann diesen…

Gastbeitrag von Theresa

Ein dickes „Hallöchen“ an alle fleißigen Leserinnen und Leser!Philipp hat mich des Öfteren gefragt, ob ich hier mal einen Gastbeitrag schreiben möchte und jetzt ist es so weit! Ich bin Theresa, die Freundin von dem Glatzkopf. Obwohl, wenn wir ganz korrekt sein wollen, dann bin ich die Verlobte 😊 Philipp hat mir nämlich in unserem Urlaub Anfang Juni einen Antrag gemacht. 😍 Der Sinn eines Gastbeitrages besteht ja darin, die Sicht der Dinge aus der eigenen Perspektive zu beschreiben. Die Frage ist, was bedeutet in diesem Fall „Die Sicht der Dinge“? Geht es darum, wie ich seine Krankheit wahrnehme und mich damit fühle? Geht es um unser Leben im Allgemeinen oder welche Dinge durch die Krankheit verändert werden?Wenn ich nur uns als Paar sehe, ohne Alltag drum herum, ohne Umfeld, dann sind wir ganz normal. Zwischen und Beiden und in…

Urlaub!

Sonne, Meer, Strand. Einfach mal etwas anderes sehen und den Alltag hinter sich lassen. Die Arbeit vergessen. Jeder Mensch wünscht sich solche Phasen. Auch wir chronisch Kranken brauchen eine Auszeit, um den Alltagsfrust über Schmerzen und Einschränkungen ein Stück weit vergessen zu können.Herausforderung Fahrt und Warten auf die WohnungEine Fahrt über fast 4 Stunden mit dem Auto ist für mich eigentlich eine absolute Qual. Ich hatte Glück, dass mein Körper mir nicht komplett einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und am Urlaubstag halbwegs fit war. Wir sind nach unserem Corona-Test zeitig los in der Hoffnung, dass wir relativ früh in die Wohnung können. Natürlich war das nicht der Fall, sodass ich insgesamt fast 6 Stunden aushalten musste, bis ich mich hinlegen konnte. Neben den üblichen Schweißausbrüchen, die meine Schmerzen verursachen, hat natürlich auch die Konzentrationsfähigkeit gelitten und ich konnte…

Widerspruch abgelehnt

Liebe Deutsche Rentenversicherung,vielen Dank für die Zusendung des Widerspruchsbescheids und der damit verbundenen Wertschätzung meiner Erkrankung in jungen Jahren. Selbstverständlich möchte ich mich durch eine Erwerbsminderungsrente lediglich bereichern und dem Staat das Geld aus der Tasche leiern. Es ist auch absolut nicht davon auszugehen, dass ich in meinem bisherigen, ungekündigen Job als Ingenieur ungefähr das Vierfache der Rente verdienen würde. Sämtliche Statistiken rund um den Verdienst von Akademikern sind selbstverständlich gefaked oder manipuliert. Mir ist auch bewusst, dass es unheimlich dreist von mir ist, mit meinen 33 Jahren einen auf Erwerbsunfähig machen zu wollen. Krank werden schließlich nur alte Leute, nicht so junge Hüpfer. Ich bin wirklich dankbar, dass Sie den Widerspruch fundiert begründen und keine hohlen Floskeln verwenden. Selbstverständlich ist die Meinung des von Ihnen selbst beauftragten Gutachters völliger Mumpitz und braucht nicht weiter beachtet werden. Wie kann der Mann…

Der Sprinter hat TÜV!

Meine letzte gute Phase hielt vergleichsweise lange an und ich konnte so einiges am Sprinter erledigen. Ich habe nicht nur die Türen fertig geschweißt/geklebt, lackiert, und wieder mit den Scheiben versehen, sondern konnte auch noch eine Rückfahrkamera samt neuem Autoradio verlegen. Die unterschiedlichen Sitzbezüge habe ich noch mit günsitgen Überzügen kaschiert und konnte dann zum TÜV, damit ich das Auto auch im Straßenverkehr völlig legal wieder nutzen kann.Die Hecktüren Die Hecktüren waren für mich das größte Teilprojekt, da die schon echt ziemlich hinüber waren. Ich musste nicht nur eben den Türgriff und die Fenster ausbauen und dann neu lackieren, sondern völlig neue Bleche einschweißen. Links nur im unteren Bereich, rechts aber bis zum Fenster. Der Rost war da einfach schon zu massiv vorhanden. Und ich muss gestehen: Ein Karosseriebauer oder Lackierer werde ich in meinem Leben nicht mehr. Ich hab…

Primetime – und der Körper streikt

Es gibt Tage, an denen merkt man schon nach dem Aufstehen, dass die gute Phase vorbei ist. Dann beginnt wieder eine Phase, in der man sich immer schlechter bewegen kann. Man geht wie auf Eiern, jede Bewegung kostet unheimlich viel Kraft. Dann kommt auch der Moment, wo man einem die Schmerzen im Gesicht ablesen kann. Ob es die hängenden Mundwinkel sind, die extremen Augenringe vom schlechten Schlaf oder die dunklen Augen, die nicht mehr so funkeln wie in den guten Phasen. Und natürlich passiert das alles mal wieder zur Primetime. Am Leben teilnehmen – oder nur mitlaufen Ich versuche auch in den schlechten Phasen am Leben teilzunehmen. Ich versuche mich zu bewegen, möchte Freunde und Familie sehen und am liebsten niemandem zeigen, dass es mir schlecht geht. Aber das funktioniert natürlich nicht. Mir fällt es dann nämlich viel zu schwer,…

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