Mein Alltag

Wintereinbruch

Hier bei uns in Ostwestfalen gibt es für gewöhnlich kaum Schnee. Dieses Jahr allerdings sind innerhalb von 2 Tagen über 40 cm Schnee gefallen. Der Österreicher lacht uns nun bestimmt aus, aber für uns Flachland-Bewohner ist das mehr, als wir (und vor allem unsere Infrastruktur) vertragen können. Neben den “normalen” Problemen muss ich mich dann aber auch noch mit meinem Körper herumschlagen, der bei so einem Wetter leider massiv reagiert und mit der Witterung Probleme hat.Die SchneemassenFrüher hätte ich mir einen Schneeschieber geschnappt und erstmal eine Schneise geschlagen. Heute geht das nicht mehr, das müssen leider andere für mich erledigen. Wenn man jetzt aber das Haus verlassen will, muss man irgendwie durch den Schnee. Okay, eigentlich kein großer Akt. Etwas anstrengender, weil man ja in den Schnee tritt, aber nichts Wildes. Wie eben laufen am Strand. Wenn man aber ein…

Warten auf Besserung

In den letzten Tagen konnte ich wirklich nicht viel. Zwar konnte ich die Krücken in die Ecke stellen, aber viel gehen ist noch nicht möglich. Natürlich mache ich jeden Tag kleine Fortschritte. Das Knie wird wieder dünner, die Beweglichkeit und Belastbarkeit kommt zurück. Leider hat mein Arzt wohl ziemlich unglücklich einen Nerv beschädigt, wodurch ich brennende Schmerzen direkt unter der Haut habe. Komischerweise an einer Stelle, die gar nicht von der OP betroffen war. Ich hoffe aber, dass das in ein paar Monaten wieder weg ist. Beschäftigung Ich geb’s zu: Im Geduld haben bin ich richtig mies. Ich hasse es, dass ich nur rumliegen kann und meine Beine mich nicht weit tragen können. Das war vor der OP schon nervig, wenn ich irgendwelche Arbeiten am Camper abbrechen musste oder Büroarbeit und Haushalt auf einen späteren Zeitpunkt verschieben musste. Ich schaffe…

Die ersten Monate mit Wilma

Als Wilma zu uns kam, hatte ich einen klaren Plan mit ihr im Kopf. Sie sollte mir dabei helfen, mich täglich zu bewegen, mich zu fordern, zu beschäftigen und irgendwie meinen Gesundheitszustand zu erhalten oder sogar ein Stück zu verbessern. Jetzt sind die ersten Monate mit ihr um und ich kann ein erstes Fazit ziehen.Die BewegungAm Anfang konnte ich mit Wilma noch die eine oder andere Runde gehen. Ich konnte nie besonders weit mit ihr los, nach maximal 1,5 Kilometern (an sehr, sehr guten Tagen) war immer Schluss. Das hat mir sicherlich auch geholfen, um ein bisschen Beweglichkeit zu erhalten, aber tatsächlich habe ich mir mehr davon erhofft. Ich wollte mich langsam steigern, wollte immer weiter mit ihr gehen, bis meine Muskulatur irgendwann stark genug ist, um auch wieder etwas länger mit ihr zu gehen. Leider hat sich das einfach…

Die ersten Arbeiten (und wie mein Körper darauf reagiert)

Bevor es überhaupt mit dem Ausbau des Transporters zu einem Wohnmobil losgehen kann, muss erstmal alles nicht benötigte raus und die Substanz gesichert werden. Dazu zählen natürlich die Karosserie- und Lackarbeiten, die man bereits von außen sehen kann, aber auch die “versteckten” Rost-Stellen am Fahrzeugboden, die unter der Bodenplatte zu finden sind. Ich bin ganz ehrlich: Einen alten Sprinter zu kaufen ist nur eine gute Idee, wenn man sich zutraut sehr viel zu entrosten, zu schweißen und zu versiegeln. Ansonsten rostet einem die Karre unterm Arsch weg! Aber ich möchte in diesem Beitrag nicht nur erzählen, wie meine ersten Schritte sind, sondern auch auf welche Probleme ich mit meinem Körper hierbei gestoßen bin.

Das neue Hobby

Ich musste durch meine Krankheit auf so ziemlich alles verzichten, was mir vorher Spaß gemacht hat. Meine bisherigen Hobbys hatten sich allesamt erledigt. Ich konnte also nicht wie ein “normaler” Renter einfach meinen bisherigen Hobbys mit mehr Zeit nachgehen. Ich musste mir eine neue Beschäftigung suchen, einen neuen, täglichen Sinn. Spaß soll es machen und geistig fit halten Mir ist wichtig, dass mir meine tägliche “Arbeit” Spaß macht. Sie soll mich fordern und geistig fit halten. Ich will nicht mit Anfang 30 einen eingeschränkten Horizont haben, nur weil ich mich keinen Herausforderungen mehr stellen kann. Von Freunden und Familie habe ich immer wieder zu hören bekommen, dass sie “mich schon irgendwie beschäftigt kriegen”. Ja, das stimmt. Hier eine Kleinigkeit reparieren, da etwas im Büro machen. Aber wer in meiner Situation ist wird verstehen, dass solche Dinge einfach nicht erfüllend sind.…

Die Suche nach dem Sinn

Ich habe immer gesagt, dass man nach vorne blicken muss. Dass nicht alles schlecht ist, wenn man krank ist. Natürlich kann ich weiter dem Traum nachgehen eine kleine glückliche Familie zu haben. Und das ist auch wirklich ein riesiger Wunsch, den ich mir garantiert irgendwann erfüllen kann. Aber das ist ein Wunsch, der mehr oder weniger zum “großen Ganzen” gehört. Das hilft mir im Moment nicht. Das hilft mir nicht jeden einzelnen Tag gegen eine Langeweile anzukämpfen, die einen nicht nur runter zieht, sondern auch irgendwann nach dem Sinn fragen lässt. Was soll ich mit meinem Leben anfangen? Was soll ich den ganzen lieben Tag lang machen? Die Hobbys Hobbys sind natürlich schön. Und man braucht auch welche. Aber das ist eben alles nicht so einfach, wenn deine bisheriges Interesse dem Handwerk, Sport und der Bewegung gegolten hat. Natürlich kannst…

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