Mein Alltag

Termine, Termine, Termine

Krank sein bedeutet oft, dass man von Arzt zu Arzt fährt, sich ständig auf’s neue Untersuchen lässt und Rezepte, Überweisungen und Berichte von Ärzten abholen muss. Physiotherapeut, Orthopäde, Neurologe, Neurochirurg, Hausarzt, Apotheker, Facharzt, Schmerztherapeut. Mir hängt das alles zum Hals raus. Ich möchte am liebsten keine Arztpraxis mehr besuchen, möchte keine Medikamente mehr nehmen müssen, will nicht ständig auf Nachrichten von Versicherungen oder Rententräger hoffen und schon gar nicht sinnfreie Bewerbungsaufforderungen vom Arbeitsamt bekommen. Bürokratie ist scheiße. Und sie macht unser Gesundheitssystem teuer und ineffizient. Versteht mich nicht falsch: Wir haben ein gutes System. Aber die deutschen Tugenden der Genauigkeit haben leider oft einen hohen (finanziellen) Preis. Physiotherapie Ich bekomme eine Behandlung außerhalb des Regelfalls. Das bedeutet, dass ichmehr als 18 Einheiten pro Quartal bekomme und meine Therapie auch einige Minuten länger dauert, als es bei “einfachen” Verletzungen der Fall…

Alltag

Es sind mittlerweile 20 Monate, die ich nicht mehr arbeiten kann. Eine Zeit, die geprägt war von Arztbesuchen, Behandlungsversuchen, Physiotherapie, Angst, Hoffnung und schlussendlich Resignation. Zumindest soweit es meine Krankheit und meinen Körper betrifft. Ich werde nicht mehr gesund. Mein Körperzustand wird sich nicht verbessern, sondern langfristig verschlechtern. Das klingt erstmal hart, aber das ist kein Weltuntergang! Ich habe es geschafft, meinem Leben einen neuen Sinn zu geben und die Dinge so anzunehmen, wie sie nunmal sind. Natürlich ist das oft schwer. Aber ich lasse mich nicht davon unterkriegen und habe mir eine Art Alltag zugelegt, der zwar nicht aufregend ist, aber mich auch nicht vollständig verzweifeln lässt.AufstehenIch stehe grundsätzlich früh auf, da unsere Wilma spätestens um 6 Uhr Hunger hat und uns tierisch auf den Sack geht. Versteht mich nicht falsch: Sie bellt nicht, sie knurrt nicht und sie…

Karosseriearbeiten

In meinem letzten Beitrag zum Thema Camper-Ausbau habe ich euch die ersten Schritte zur Restaurierung des Sprinters erläutert. Ich denke, dass man da schon sehr gut sehen konnte, dass ich mir da einen Haufen an Arbeit aufgehalst habe. Es musste nicht nur hinter den Leisten entrostet werden, sondern auch sämtliche Dellen entfernt und alle Lackschäden auf großer Fläche bearbeitet werden. Eigentlich musste ich die Karosserie komplett spachteln und neu lackieren. Da ich das aber auch zum ersten Mal gemacht habe, musste ich mir vorher jede Menge Videos bei Youtube anschauen, damit die Ergebnisse auch halbwegs ordentlich werden. Das SchweißenIch habe mir für diesen Zweck ein günstiges Schweißgerät zugelegt. Damit kann ich natürlich kein Profi-Schweißen machen. Einerseits fehlt es dem Gerät an der feinstufigen Regelung der Stromstärke, dem Drahtvorschub und dem separaten Gasgemisch. Dafür ist es aber einfach zu handhaben und benötigt keine besonderen…

Wintereinbruch

Hier bei uns in Ostwestfalen gibt es für gewöhnlich kaum Schnee. Dieses Jahr allerdings sind innerhalb von 2 Tagen über 40 cm Schnee gefallen. Der Österreicher lacht uns nun bestimmt aus, aber für uns Flachland-Bewohner ist das mehr, als wir (und vor allem unsere Infrastruktur) vertragen können. Neben den “normalen” Problemen muss ich mich dann aber auch noch mit meinem Körper herumschlagen, der bei so einem Wetter leider massiv reagiert und mit der Witterung Probleme hat.Die SchneemassenFrüher hätte ich mir einen Schneeschieber geschnappt und erstmal eine Schneise geschlagen. Heute geht das nicht mehr, das müssen leider andere für mich erledigen. Wenn man jetzt aber das Haus verlassen will, muss man irgendwie durch den Schnee. Okay, eigentlich kein großer Akt. Etwas anstrengender, weil man ja in den Schnee tritt, aber nichts Wildes. Wie eben laufen am Strand. Wenn man aber ein…

Warten auf Besserung

In den letzten Tagen konnte ich wirklich nicht viel. Zwar konnte ich die Krücken in die Ecke stellen, aber viel gehen ist noch nicht möglich. Natürlich mache ich jeden Tag kleine Fortschritte. Das Knie wird wieder dünner, die Beweglichkeit und Belastbarkeit kommt zurück. Leider hat mein Arzt wohl ziemlich unglücklich einen Nerv beschädigt, wodurch ich brennende Schmerzen direkt unter der Haut habe. Komischerweise an einer Stelle, die gar nicht von der OP betroffen war. Ich hoffe aber, dass das in ein paar Monaten wieder weg ist. Beschäftigung Ich geb’s zu: Im Geduld haben bin ich richtig mies. Ich hasse es, dass ich nur rumliegen kann und meine Beine mich nicht weit tragen können. Das war vor der OP schon nervig, wenn ich irgendwelche Arbeiten am Camper abbrechen musste oder Büroarbeit und Haushalt auf einen späteren Zeitpunkt verschieben musste. Ich schaffe…

Die ersten Monate mit Wilma

Als Wilma zu uns kam, hatte ich einen klaren Plan mit ihr im Kopf. Sie sollte mir dabei helfen, mich täglich zu bewegen, mich zu fordern, zu beschäftigen und irgendwie meinen Gesundheitszustand zu erhalten oder sogar ein Stück zu verbessern. Jetzt sind die ersten Monate mit ihr um und ich kann ein erstes Fazit ziehen.Die BewegungAm Anfang konnte ich mit Wilma noch die eine oder andere Runde gehen. Ich konnte nie besonders weit mit ihr los, nach maximal 1,5 Kilometern (an sehr, sehr guten Tagen) war immer Schluss. Das hat mir sicherlich auch geholfen, um ein bisschen Beweglichkeit zu erhalten, aber tatsächlich habe ich mir mehr davon erhofft. Ich wollte mich langsam steigern, wollte immer weiter mit ihr gehen, bis meine Muskulatur irgendwann stark genug ist, um auch wieder etwas länger mit ihr zu gehen. Leider hat sich das einfach…

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